Meine Zeit hier auf Waiheke Island ist fast vorbei. Einen richtigen Plan, was danach kommt habe ich noch nicht wirklich. Für mich, der immer im voraus Plant, ein echt komisches Gefühl. Aber ich bin Dankbar dafür, dass ich hier einfach auch mal ohne Plan leben muss. Eine Erfahrung die auf keinen Fall schaden kann.

Nach zwei Wochen an einem Ort stellt sich so langsam der Alltag ein und manche Tage sind einfach nur Arbeiten und bei Regenwetter drinnen sitzen. Ich versuche trotzdem immer wieder was Besonderes aus den Tagen zu machen und etwas Neues zu erleben.

Grüße

Michael


Wo bin ich gerade?

Ich bin immer noch auf Waiheke Island bei Craig. Marion ist mittlerweile weitergezogen. Wir arbeiten noch an der Terrasse und ich bleibe hier auf jeden Fall bis wir damit fertig sind.

Was steht an?

Wir werden mit der Terrasse vorrausichtlich Montag oder Dienstag fertig. Danach wird es Zeit weiterzuziehen. Am Montag kaufe ich evtl. ein Auto. Je nachdem wie das läuft werden meine weiteren Pläne aussehen. Wenn es klappt werde ich erst mal in den Norden hochfahren. Mein Ziel ist dann vermutlich Paihia. Dort probiere ich dann vielleicht mal zu Tauchen. Aber die Pläne können sich am Montag schon wieder ändern.

Wie ist das Wetter zurzeit?

Regen – Sonne – Regen – Sonne – Regen
Sobald die Sonne aber da ist, ist es angenehm warm.

Mein Fazit der Woche:

Wenn man mehr als eine Woche an einem Ort ist stellt sich der Alltag so langsam ein. Das hat seine angenehmen Seiten, aber wenn man viel neues Erleben will ist es eher schlecht. Auch wenn ich sehr gerne hier bin muss ich so langsam weiterreisen.

Tag 12 – Sonntag

Die meiste Zeit vom Tag habe ich mit dem Schreiben vom Newsletter verbracht. Es hat morgens nur geregnet und gestürmt. Mit Marion habe ich noch mal Wizard gespielt. Ich habe es wohl zu gut erklärt, Marion hat mit großem Abstand gewonnen. Wir haben dann am Nachmittag noch kurz weitergearbeitet, es hat aber bald schon wieder geregnet. Ein entspannter Sonntag.

Tag 13 - Montag

Das Wetter ist immer noch eher regnerisch. Wir haben heute nicht an der Terrasse weitergearbeitet. Dafür habe ich die Erde hinter einer Stützmauer weggegraben und die Bretter der Mauer entfernt. Meine Hände gewöhnen sich so langsam an die Arbeit mit dem Spaten.

Tag 14 - Dienstag

Heute war wieder Top Wetter, dafür haben wir aber den ganzen Tag an der Terrasse gearbeitet. Trotz viel Sonnenschein habe ich noch keinen Sonnenbrand in Neuseeland bekommen. Ich hoffe das bleibt auch so. Heute bin ich seit zwei Wochen von zu Hause weg. Kaum zu glauben wie schnell die Zeit vergeht.

Tag 15 - Mittwoch

Heute war der letzte ganze Tag für Marion. Sie wird morgen weiterreisen. Heute war noch mal ein Tag mit richtig gutem Wetter. Den Morgen haben wir genutzt, um an der Terrasse weiterzuarbeiten. Nach dem Mittagessen haben Marion und ich dann das gute Wetter genutzt und sind zum Wandern losgezogen. Wir wollten eigentlich den Coast to Coast Walkway machen, haben uns aber ordentlich verlaufen. Verlaufen auf Waiheke Island ist aber nicht schlimm - es kann nur schöner werden. Wir sind dann im Onetangi Reserve gelandet. Ein wunderschönes 50ha Stück Land mit den unterschiedlichsten Vegetationen. Man hat das Gefühl, man ist alle 100m in einem komplett anderen Wald. Nach der Wanderung habe ich von Petertje, der Nachbarin, noch den guten Tipp bekommen. Auf Facebook gibt es für Waiheke Island Gruppen wo die Inselbewohner gebrauchte Autos verkaufen. Da muss ich Morgen gleich mal reinschauen, ob was Passendes dabei ist. Am Abend sind wir dann noch, mit der Familie vom Nachbarn Rob, Essen gegangen. Mittwochs ist immer 20$ Steacknight. Das Steak war sehr lecker. Von Robs Frau habe ich dann auch noch gute Tipps für Neuseeland bekommen.

Tag 16 - Donnerstag

Heute Morgen hat es erst mal geregnet. Die Zeit habe ich genutzt, um nach Autos zu schauen. Ich hab dann auch gleich ein paar Leute angeschrieben. Es geht schneller als gedacht, Lance, der Verkäufer, kommt gleich am Nachmittag vorbei. Ich hab dann noch versucht einen Termin bei einer Autowerkstatt zu bekommen um einen Check machen zu lassen – hat leider nicht geklappt. Ich hab mir das Auto dann trotzdem mal angeschaut und bin Probegefahren. Ein bisschen nervös war ich schon. Das erste Mal auf der falschen Seite fahren. Solange es nur geradeaus geht ist das überhaupt kein Problem. Sobald es aber ans abbiegen geht wird es komplizierter. Man muss auf der richtigen Seite rauskommen und der Blinker Hebel liegt auf der anderen Lenkradseite. Ich hab immer erst mal den Scheibenwischer eingeschalten. Wir haben uns dann auf einen Preis geeinigt und ich kann am Montag einen Termin in der Autowerkstatt machen und es noch mal vor dem Kauf checken lassen. Zum Schlafen wird es vielleicht etwas eng im Auto. Im Zweifel kaufe ich mir einfach noch ein Zelt. Für das Alter und die Kilometer sieht das Auto in meinen Augen aber ganz gut aus. Und ein kleineres Auto sollte auch noch ein wenig Sprit sparen. Den Tag über haben wir dann immer in den Pausen zwischen dem Regen gearbeitet. Aber wer kann sich bei der Aussicht über Arbeit beschweren.

Tag 17 - Freitag

Kurz zusammengefasst: Regen – Arbeiten – Regen – Arbeiten – Regen

Abends war Craig nicht zum Essen da. Petertje und Jeroen wollten dann eigentlich kochen. Die beiden haben sich dann aber spontan unentschieden und ich hatte zur Abwechslung mal wieder Fast Food zum Abendessen. Die beiden haben Burger und Pommes geholt. Der Burger war wirklich sehr gut und auch mal eine willkommene Abwechslung. Ich esse hier bei Craig generell sehr gesund. Zum Mittagessen gibt es meistens selbstgemachte Sandwiche mit ganz viel gesundem Zeug drauf und abends viel Gemüse aus dem Garten. Ich hatte dann noch eine angenehme Unterhaltung mit den beiden. Die beiden Fahren für ein paar Tage nach Paihia zum Tauchen. Vielleicht ist das ja auch mein nächstes Ziel und ich probiere mal das Tauchen aus.

Tag 18 – Samstag

Zur Abwechslung war heute mal wieder herrliches Wetter. Da Craig zum Mittagessen verabredet war und auch das Material ausgeht haben wir nur kurz am Morgen gearbeitet. Dafür konnte ich dann gleich nach dem Mittagessen losziehen und noch mal den Coast to Coast Walkway probieren. Gestartet bin ich wieder durch das Onetagni Reserve. Dieses Mal bin ich noch mal einen anderen Weg gelaufen. Es ist echt erstaunlich, aber auf dem Weg sah der Wald schon wieder total anders aus. Die Wanderwege hier sind alle echt wunderschön und Mann ist die meiste Zeit für sich allein. Ich bin nicht ganz bis zur Küste gelaufen, sondern bin nur bis zu einem Aussichtspukt oberhalb der Küste gelaufen. Eine wunderschöne Aussicht. Dort bin ich eine Weile sitzen geblieben und hab einfach mal nichts gemacht. Zurück bin ich dann durch einen anderen Park – genauso schön wie der Rest der Wanderung. Das war heute eine solide 4,5 Stunden Wanderung wo kein Weg wie der andere war. Heute hat mich noch Lance angerufen. Es gibt noch andere Interessenten für das Auto. Ich hoffe mal, dass das alles klappt. So einen richtigen Plan was ich nächste Woche mache habe ich noch nicht. Es hängt viel davon ab, ob das mit dem Auto klappt.