Neuseeland #7 - Der Alltag kommt schnell
Heute mal wieder ein kürzerer Newsletter. Dadurch dass ich bei meinen aktuellen Gastgebern immer ganze Tage Arbeite ist es doch sehr viel Alltag und die Tage sind recht ähnlich. Nach meinem Geschmack sind die Tage etwas zu ähnlich. Ich freue mich auch wieder auf weniger tägliche Routine. Die Arbeit macht Spaß, ist aber bei einem vollen Tag auch anstrengender. Ich werde hier vermutlich noch eine Woche bleiben bevor ich wieder weiterreise. Ich nutze die Zeit um meine weitere Reise zu planen und um an meinen Plänen Geld zu verdienen weiterzuarbeiten.
Grüße
Michael
Tag 33: Sonntag
Es ist schon ein wenig komisch immer sonntags ganz normal zu arbeiten. Bis jetzt habe ich so das Gefühl, dass es in Neuseeland nicht wirklich ein Wochenende gibt. Die meisten Läden haben 7 Tage die Woche geöffnet. Wenn man Planlos rumreist ist das ganz praktisch aber auch komisch. Das einzige was für mich den Sonntag den besonders macht ist, dass ich den Newsletter versenden will. Hab ich heute leider nicht geschafft. Sonst war der Tag wie jeden Arbeitstag hier. Aufstehen. Arbeit, Essen, TV und Bier. Heute Morgen durfte ich das erste Mal Queeny fahren, ein UTV Quad.
Tag 34: Montag
Heute Morgen konnte ich das erste Mal den Gag bringen und meinem Dad aus der Zukunft gratulieren. Einer der Vorteile wenn man in der Zeitzone voraus ist. Es ist verrückt wie sich alle über einen einfachen Anruf freuen. Für mich ist das nur eine Kleinigkeit und ich hab das Glück aktuell Internationale Freiminuten zu haben. Heute war Arbeitstag Nummer 2. Ich werde so langsam richtig warm mit der Arbeit und auch mit Steve. Es braucht immer ein bisschen bis man sich kennt und beim Arbeiten einschätzen kann. Mittlerweile können wir auch Scherze machen wenn einer einen Fehler macht. Gut, dass wir beide Fehler machen. Heute haben wir angefangen die Dielen auf die Terrasse zu Nageln. Da sieht man endlich mal auch einen echten Fortschritt. Was mich heute sehr geehrt hat ist, dass Steve meinte, ich könne für meine Arbeit auch Geld verlangen. Wenn ich keinen Job in der IT Branche bekomme werde ich das vielleicht auch tun. Ich bin am Überlegen mir ein bisschen eigenes Werkzeug zu kaufen. Das wird vermutlich nicht das letzte Mal sein, dass ich etwas Handwerkliches in Neuseeland mache. Am Abend habe ich dann meinen Newsletter versandt. Ich versende den Newsletter auch per Post an meine Großeltern. Dafür verwende ich einen Onlinedienst. Heute habe ich mich sehr darüber geärgert, weil das Versenden mal wieder nicht geklappt hat. Musste die Briefe dann mit einer anderen Plattform versenden. Ein bisschen umständlicher und teurer, dafür Funktioniert es wenigstens. Den restlichen Abend war dann wie immer. Essen, TV und Bier. Heute gab es frischen Cider. Schmeckt wie Saft und ist unglaublich lecker.
Tag 35: Dienstag
Heute war mein freier Tag. Leider hat das Wetter nicht mitgespielt und bis zum Abend war es nur Bewölkt und es hat immer wieder geregnet. Also war heute seit langem mal wieder ein Tag nur vor dem Laptop. Ich hab am Abend echt ein wenig die Bewegung vermisst. Meine Bewerbungsunterlagen fertig zu machen habe ich lieber vor mir hergeschoben. Dafür habe ich an meinen anderen Ideen zum Geldverdienen weitergearbeitet und angefangen mir eine Homepage zu bauen. Als Softwareentwickler sollte es eigentlich nicht zu schwer sein Geld als Freiberufler zu verdienen. Eine Homepage als Portfolio ist mal ein ganz guter Anfang um meine Fähigkeiten zu präsentieren. Für die Homepage habe ich mir dann, damit es auch Spaß macht, eine neue Technik rausgesucht. Ich bin recht weit gekommen und das grobe Design steht schon mal. Hoffentlich wird morgen besseres Wetter.
Tag 36: Mittwoch
Freier Tag Nummer 2. Heute war das Wetter wieder prima. Bis zum späten Frühstück habe ich an der Homepage weitergearbeitet. Danach bin ich erst mal nach Kerikeri, der nächste größere Ort, gefahren. Dort bin ich zum Baumarkt und hab mir erstmal einen eigenen Hammer gekauft. Ich werde wohl bei meinem aktuellen Gastgeber und vermutlich noch weiteren einige Nägel in Holz hauen müssen. Da lohnt es sich einen eigenen Hammer zu haben. Danach bin ich zum Supermarkt um mir Bananen und Müsliriegel zu kaufen. Ich bekomme für meinen Geschmack dafür dass ich Arbeite zu wenig zu Essen und ich brauch ein paar Snacks zwischendurch. Nach dem Baumarkt bin ich noch zum Warehouse gefahren um mir eine neue Arbeitshose zu kaufen. Meine Hose die ich aktuell zum Arbeiten verwende hat einfach zu wenige Taschen. Ich bin dann noch zur Apotheke um mir ein Nasenspray zu kaufen. Meine Haustaubmilbenallergie ist hier wohl doch aktiver wie daheim. In der Apotheke hatte ich eine sehr freundliche und gute Beratung. Bin mal gespannt wie es wirkt. Nachdem ich dann alles Eingekauft habe ging es endlich los zu einer Wanderung im Puketi Forest. Leider war der Weg den ich eigentlich laufen Wollte gesperrt. Ich bin dann erst mal einen schnellen Rundweg gelaufen. Dort gab es eine Plattform wo man ein paar der Kauri Bäume sehen konnte. Die Bäume sind einfach gigantisch groß. Danach bin ich dann noch einen Teil von einem Rundweg der 9 Stunden dauert gelaufen und nach einem Teil dann umgekehrt. Zurück bei meinen Gastgebern durfte ich dann noch Steve helfen das aktuelle Bier abzufüllen und das nächste Bier anzusetzen. Das hat in mir wieder den Traum geweckt irgendwann doch noch meine eigene Brauanlage zu bauen.
- Kauri Baum
- Mein Hammer
- Bier Abfüllen
- Reinigung
Tag 37: Donnerstag
Die Arbeitstage sind dann doch irgendwie nicht so spannend und recht ähnlich. Das „spannendste“ heute war, dass die Gehrungssäge kaputt gegangen ist. Da hat es ein Kugellager ein wenig zerrissen. Nachdem wir dann das verrostete Sägeblatt der Handkreissäge getauscht haben konnten wir damit noch ein bisschen weiterarbeiten. Mit meinem neuen Hammer macht das Arbeiten noch ein bisschen mehr Spaß. Am Abend kam dann noch eine Lieferung mit Betonblatten die wir Abenteuerlich mit einem Traktor und der Ballengabel abgeladen haben. Hat aber besser geklappt wie gedacht.
- Morgennebel
- Baustelle Terrasse
Tag 38: Freitag
Arbeitstag Nummer 2. Steve ist heute Morgen erst mal zum Baumarkt gefahren und hat eine neue Säge gekauft. Heute haben wir sehr viele Nägel verarbeitet. Das sind meine Hände einfach nicht gewohnt und ich bin froh morgen frei zu haben.
- Die Spurend der Arbeit
Tag 39: Samstag
Eigentlich hätte ich ja heute auch länger schlafen können, bin aber früher aufgewacht. So bin ich halt an meinem freien Tag ein bisschen müde. Das gute an einem freien Tag ist, dass ich gleich nach dem Aufstehen frühstücken kann. Der Nachteil ist, dass Steve nicht Speck und Eier macht. Nach dem Frühstück konnte ich es nicht lassen und hab erst mal an der Homepage weitergearbeitet. Um 9 bin ich dann losgefahren Richtung Kerikeri zum nächsten Noel Leeming, ein Elektronikladen, um meine Bestellung abzuholen. Ich hab mir eine Uhr mit Schrittzähler gekauft. Zum einen brauche ich eine Uhr und zum anderen finde ich es doch sehr Interessant während ich in Neuseeland bin meine Schritte die ich täglich mache ein wenig aufzuzeichnen. Danach bin ich dann nach Paihia gefahren. Dort habe ich auf dem Farmermarkt kurz zu Steve Hallo gesagt. Heute ist in Paihia ein Kreuzfahrtschiff angekommen und die Straßen sind deutlich voller als beim letzten Mal. So ein Kreuzfahrtschiff ist schon beeindruckend groß. Ich bin dann mit der „Fähre“ nach Russel übergesetzt. Fähre kann man das nicht wirklich nennen. Es war eher ein Fischerboot. Wie ich es am liebsten mag bin ich dann erst mal Ziellos durch den Ort gelaufen. Dabei habe ich zwei Straßenmusiker entdeckt und hab erst mal ein wenig zugehört. Und siehe da, es war Lobpreismusik. Gitarre, Cajon und Gesang. So guten Lobpreis habe ich in der Kombination nicht allzu oft gehört. Nach dem kurzen Stopp bin ich dann erst mal in ein Kaffee gegangen und danach habe ich Neuseelands älteste Kirche angeschaut. Die Kirch wurde 1836 erbaut und ist bis heute erhalten. Ein sehr schönes Gebäude finde ich. Ich hab mich dann entschieden als nächstes das Pompallier House anzuschauen. Dort war die erste katholische Mission in Neuseeland. Das Gebäude hat eine sehr interessante Geschichte und ich hatte eine gute geführte Tour. Am Ende habe ich mich noch kurz mit der Führerin unterhalten und Tipps für ein Mittagessen und Aktivitäten in Russell bekommen. Zum Mittagessen hab ich dann einen leckeren Vegetarischen Burger probiert. Danach ging es zu Fuß zur Long Beach mit einem herrlichen Blick in die Bay of Islands und wunderschönem Wasser. Zum Schluss bin ich dann noch auf den Flagpost Hill gelaufen. Von dort hat meine eine geniale Aussicht. Ich konnte auch noch mal das Kreuzfahrtschiff sehen. Das hat in mit mal wieder den Traum geweckt irgendwann auf so einem Schiff zu arbeiten. Danach ging es dann zurück nach Hause und der Abend war wie jeder Abend. Homepage, TV, Essen und Bier.
- Neuseelands älteste Kirche
- Pompallier House
- Long Beach
- Flagpost Hill
