Die Woche war wirklich sehr ereignislos und faul. Es ist immer auch mal gut einige Zeit das ganze langsamer anzugehen, aber mich zieht es auch schon wieder zum Weiterreisen hin. Diese Woche mal wieder ein kurzer Newsletter. Bis nächste Woche Montag mache ich noch mein HelpX und dann geht es wieder auf die Straße.

Grüße aus Marahau,

Michael


Tag 117: Sonntag

Kaum da, und schon den ersten Tag frei. Nach dem Frühstück bin ich aufgebrochen, um eine Tageswanderung im Abel Tasman Park zu machen. Da ich nicht der Flach-an-de-Küste-Entlanglaufen typ, bin, ging es erst mal auf dem Inland Track bergauf. Wenn man sich umgedreht hat, hatte man immer wieder schöne Ausblicke auf die Küste und Buchten. Zum Mittag war ich dann an der Weggabelung, die wieder nach unten führt. Ich bin aber noch ein bisschen weiter gelaufen zu einem Unterstand um dort Mittag zu Essen. Dort hab ich dann auch drei Neuseeländer getroffen, mit denen ich mich ein wenig unterhalten konnte. Danach ging es wieder zurück zur Weggabelung und bergab. Dort konnte man dann ganz neue wunderschöne Buchten und Strände sehen. Mich reizt es aber weiterhin mehr, so was von oben zu sehen, als dort nur faul an den Strand zu liegen. Unten ging es dann wieder zurück über den Abel Tasman Costal Walk. Da hat sich mir dann noch mal bestätigt, dass der Küstenweg zwar schön ist, ich aber einfach die Berge mehr bevorzuge. Heute hatte ich endlich mal auch Geld mit in den Park genommen und konnte mir dann am Eingang auch mal ein Eis im Park Café kaufen. Mal wieder eine ordentliche Wanderung.

Tag 118: Montag

Heute war endlich mal ein längerer Arbeitstag. Ich fühle mich immer ganz schlecht, wenn ich nur ein paar Stunden arbeite. Ich durfte einen Baukasten-Schuppen zusammenbauen. Das Ganze in der knallen Sonne und ohne Akkuschrauber war dann doch ganz schön anstrengend. Am Nachmittag stand dann aber alles und war sogar stabiler als gedacht. Nach der Wanderung gestern und der Arbeit heute habe ich dann am Nachmittag nicht mehr viel gemacht. Muss der Newsletter halt noch mal ein Tag warten.

Tag 119: Dienstag

Die Arbeit überfordert mich hier wirklich nicht. Für heute war meine Aufgabe, einen Baum zurückzuschneiden. Nach dem Vesper bin ich dann in die nächste Stadt, um meine WOF für mein Auto zu verlängern. WOF, Warent of Fitness, ist hier wie der TÜV und man muss das für alte Autos alle 6 Monate erneuern. Leider hat das nicht auf Anhieb geklappt. Mein Scheinwerfer müssen poliert werden, eine Parkleuchte ist kaputt und meine Bremsen arbeiten ungleichmäßig. Also auf zur nächsten Werkstatt und einen Termin für Donnerstag ausmachen. Aber das Ganze scheint nur halb so schlimm zu sein und wird nicht allzu teuer. Zurück zu Hause habe ich dann zuerst den Newsletter geschrieben und dann noch an meinem Projekt weitergearbeitet.

Tag 120: Mittwoch

Seichtes Morgenprogramm wie jeden Tag. Warten bis alle gefrühstückt haben, Tisch abräumen, ein paar arbeiten im Garten und schon ist wieder Mittag. Nach dem Mittag hab ich mal wieder meine Wäsche gewaschen. Meine Hoffnung, dass die noch vor dem Regen trocknet, wurde aber leider nicht erfüllt. Gut, dass George einen Trockner hat. Es hat dann den ganzen Nachmittag geregnet und ich vor allem viel gelesen.

Tag 121: Donnerstag

Nach dem Frühstück ging es heute direkt in die Stadt zur Autowerkstatt. Ursprünglich war die Schätzung mal, dass es etwa eine Stunde dauert. Zum Warten bin ich dann in das nächste Café gelaufen und hab dort einen Kaffee getrunken und solange am Laptop gearbeitet, bis der Akku fast leer war. Das ist mal wieder was, dass ich am Freelancing mag. Man kann Wartezeiten einfach produktiv nutzen. Mein Auto war noch nicht mal angefangen als ich nach über einer Stunde wieder zurück zu Werkstatt bin. Ich hab dann ein Buch gelesen, bis mein Auto dann nach insgesamt Stunden endlich fertig war. Dafür gleich mit neuem WOF Aufkleber. Ein Problem weniger. Ich war dann am Nachmittag wieder zurück und hab nicht mehr wirklich viel gemacht. Ein bisschen lesen und arbeiten. Zum Abend war dann mal ich mit kochen dran, und es gab Käsespätzle. Ist sehr gut angekommen und das waren einer der besten Käsespätzle, die ich bis jetzt in Neuseeland hinbekommen habe.

Tag 122: Freitag

Am Morgen wieder Gartenarbeit. Mittags hat es dann zuerst geregnet und dann bin ich noch für eine kleine Runde in den Park. Ein ereignisloser Tag.

Tag 123: Samstag

Meine Aufschriebe werden jeden Tag kürzer. Ich werde langsam wieder zu faul und es wird Zeit ans Weiterreisen zu denken. Heute habe ich Spinnenweben am Haus entfernt und Unkraut gejätet. Am Nachmittag hat es dann angefangen zu Regnen und auch nicht mehr aufgehört. Der erste richtig schlechte Tag seitdem ich hier bin.