Neuseeland #23 – Bis zur Südspitze und noch weiter...
Die Zeit vergeht wieder wie im Flug. Ich war jetzt soweit südlich in Neuseeland, wie es ohne großen Aufwand nur geht. Jetzt geht es wieder mehr nach Norden, bevor am 21. Februar Philipp in Christchurch landet und mich für vier Wochen begleitet. Ich hab zwar weiterhin vor den Newsletter jede Woche zu schreiben, kann es jedoch für die vier Wochen nicht garantieren. Wir werden vermutlich einiges vor uns haben und wir haben nicht so viel Zeit zum Nichtstun, wie ich bis jetzt noch habe.
Viel Spaß beim Lesen!
Grüße aus Geraldine,
Michael
Tag 145: Sonntag
Der einzige Nachteil, wenn man für die Nacht zu einer Hütte läuft, man muss am nächsten Tag wieder zurücklaufen. Hab aber meine Zeit noch mal um eine halbe Stunde verbessert. Das Wetter war ganz gut, aber ich musste zwischendurch eine kleine Pause machen, bis ein kleiner Schauer vorbeigezogen ist. Ich hab dann noch einen von der Hütte für ein Stück mitgenommen und bin dann nach Invercargill gefahren. Schon auf dem Weg kann man erkennen, dass hier immer ein ordentlicher Wind weht. Die ganzen Bäume haben eine eindeutige Neigung in eine Richtung. In Invercargill bin ich dann zu einem Campingplatz, der fast im Zentrum liegt. Es war schon relativ ausgebucht, aber der Besitzer hat mir dann für die erste Nacht den Platz unterm Carport gegeben. Als Erstes habe ich dann mal wieder eine schöne warme Dusche genossen und mein Auto ein wenig aufgeräumt. Danach hab ich dann die hunderten Bilder der letzten Woche von der Kamera kopiert und aussortiert. Bis ich dann auch endlich mit dem Backup der Bilder fertig war, war es auch schon Zeit loszugehen. Heute habe ich die City Impact Church in Invercargill besucht. Die Kirche ist in einem alten Theater direkt an der Hauptstraße. Ich wurde gleich freundlich begrüßt und wurde auch gleich zu einer heißen Schokolade eingeladen. Der Lobpreis war ganz gut und die Predigt wirklich sehr spannend und gut. Die Predigt war heute eine Liveübertragung aus Auckland, wo es auch eine City Impact Church gibt. Nach dem Gottesdienst hab ich mir dann mal wieder einen leckeren Burger erlaubt. Ist ja schließlich auch Sonntag.
- Auf dem Rückweg
- Regenbogen im Regen hinter mir
- City Impact Church
- Leckerer Burger
Tag 146: Montag
Heute habe ich tatsächlich mal wieder einen Tag Pause gemacht. Zumindest im Vergleich zu den letzten Tagen. Nachdem Frühstück wollte ich eigentlich zuerst meine Wäsche waschen, aber leider hat keiner sein Waschpulver hier gelassen. Also bin ich erst einmal Einkaufen gefahren. Auf dem Weg bin ich bei einer Autowerkstatt vorbeigekommen und hab doch mal kurz angehalten. Einer meiner Reifen sah für mich nicht wirklich gut aus. Am Ende habe ich dann gleich zwei Reifen tauschen lassen. Immerhin ging das ganz schnell und bis ich dann zu Fuß mit Einkaufen fertig war, war auch mein Auto schon fertig. Zwar wollte ich das Geld nicht unbedingt für neue Reifen ausgeben, aber besser als irgendwo im nirgendwo mal einen Platten zu haben. Nachdem dann meine Wäsche fertig war, bin ich noch zur Demolishion World gefahren. Das ist eine Abrissfirma, die angefangen hat viele verrückte Dinge nicht einfach nur zu verschrotten, sondern mitzunehmen und wieder auf dem eigenen Gelände aufzubauen. Eine ganz spezielle Ausstellung. Auf dem Rückweg hat es dann leider angefangen zu Regnen. Meine Wäsche musste dann halt doch noch in den Trockner. Ich hab dann den Newsletter geschrieben und in den Regenpausen meinen Rucksack für morgen gepackt.
- Demolishion World
- Demolishion World
- Demolishion World
- Demolishion World
- Demolishion World
- Demolishion World
- Demolishion World
- Demolishion World
Tag 147: Dienstag
Heute Morgen ging es erst mal nach Bluff zur Fähre nach Stewart Island. Das war heute eine sehr raue Überfahrt. Mit den Wellen war das schon mal eine besondere Erfahrung, wenn das Boot oben auf einer Welle ist und links neben einem sich ein Abgrund bis zum Wasser auftut. Mit so einer Überfahrt hatte ich nicht gerechnet. Auf Stewart Island ging es dann erst mal zum DOC Visitor Center, um meine Tickets für die Hütten abzuholen. Als ich dann gerade losgehen wollte, hat das Wetter erst mal mit einem ordentlichen Regenschauer losgelegt. Inklusive leichtem Hagel und einem Blitz. Keine 10 Minuten später war dann auch schon wieder strahlend blauer Himmel. Ich bin dann mal losgelaufen. In der ersten Stunde hat sich aber dann gefühlt alle 5 Minuten ein Regenschauer mit Sonnenschein abgewechselt. Als es dann auf den eigentlichen Track ging, war das Wetter dann aber ganz gut. Der Weg geht viel an der Küste entlang, ist aber nicht ganz so langweilig und flach wie der Abel Tasman. Die angegeben Zeit hab ich mal wieder locker geschlagen. In der Hütte waren heute ungewöhnlicher Weise fast nur Frauen. Als ich dann am Nachmittag meine Spielkarten rausgeholt habe, hat sich auch schnell eine nette Spielrunde ergeben. Am Abend haben wir dann noch versucht Kiwis zu finden. Heute waren wir aber leider erfolglos. Vielleicht haben wir ja morgen mehr Glück.
- Auf der Fähre
- Hafen in Oban
- Kleiner Regenschauer
- Auf dem Weg
- Auf dem Weg
- Spuren der Holzfäller
- Auf dem Weg
- Auf dem Weg
- Auf dem Weg
- Port Williams Hut
Tag 148: Mittwoch
In der Nacht hat es zwar zwischendurch auch mal geregnet, am Morgen war dann aber wieder blauer Himmel und Sonnenschein. Ich habe mir mit dem Frühstück und dem Zusammenpacken Zeit gelassen und den Tag langsam angehen lassen. Heute ging es dann fast 4 Stunden durch den Wald auf die andere Seite der Insel. Dass es hier ziemlich viel regnet, kann man sich bei dem vielen Grün im Wald tatsächlich gut vorstellen. Der Weg ist leider sehr schlecht gepflegt und hat ordentliche Matschstrecken zwischendurch. Dementsprechend sehen dann auch die Hose und Schuhe aus. Auf dem Weg hab ich alle überholt, die vor mir losgelaufen sind und war mal wieder der Erste in der Hütte. Den Nachmittag hab ich dann mit lesen verbracht, bevor wir gegen später wieder mit Kartenspielen angefangen haben. Heute war ziemlich cool, dass nach dem Essen alle die nicht schon ins Bett sind, sich um einen Tisch gedrängt haben und mitgespielt haben. Die Spielkarten zu kaufen hat sich definitiv gelohnt. Nachts sind wir dann wieder auf die Suche nach Kiwis gegangen. Immerhin haben wir heute welche gehört.
- Matsch auf dem Weg
- Spuren der Holzfäller
- Noch mehr Matsch
- Meine schönen Schuhe
- Ein einsamer Bagger im Wald
- Das Resultat nach 4 Stunden
- Das Resultat nach 4 Stunden
- Ausblick von der Hütte
Tag 149: Donnerstag
Das war heute mal eine angenehm ruhige Nacht in der Hütte. Frühstück, Rucksack packen und losgeht es auf die letzte Etappe. Der Weg heute war dann nicht mehr ganz so matschig wie gestern. Ich lag mal wieder gut in der Zeit und habe am Ende noch den längeren Weg zurück zum Hafen genommen. Das waren noch mal ordentlich viele Stufen auf dem Weg. Ich bin dann gerade noch rechtzeitig zum groß empfohlenen KaiKart gekommen, um noch Fish & Chips zu bekommen. Wobei ich ehrlich sein muss, dass für mich bis jetzt Fish & Chips immer recht gleich geschmeckt haben. Bei der Fähre habe ich dann tatsächlich noch mal den deutschen vom Routeburn Track getroffen. Die Überfahrt heute war ganz ruhig und es war kaum Wellengang. Zurück in Bluff bin ich dann ein Stück Richtung meinem nächsten Ziel gefahren und bin auf einen Campingplatz mit Dusche für die Nacht. So eine warme Dusche hat schon etwas.
- Auf dem Weg
- Auf dem Weg
- Auf dem Weg
- Auf dem Weg
- Auf dem Weg
- Deko in Oban
- Das legendäre KaiKart
- Sonnenuntergang auf dem Campingplatz
Tag 150: Freitag
Endlich mal wieder Sonnenschein am Morgen. Heute bin ich dann zum Mt. Cook gefahren. Auf dem Weg hab ich dann noch kurz in Queenstown meine Vorräte aufgefüllt und zwischendurch hab ich auch noch für einen großen Teil der Strecke einen Anhalter mitgenommen. Am Mt. Cook bin ich dann zuerst ins Visitor Center gegangen um mich nach den Touren für die nächsten Tage zu erkundigen. Aber ich muss unbedingt noch mal in das Visitor Center zurück. Da gibt es so, wie es aussieht eine spannende Ausstellung über das Bergsteigen am Mt. Cook. Am Campingplatz bin ich dann noch mal eine kleine Runde bis zu einem Gletschersee gelaufen. Zurück am Campingplatz gab es dann Abendessen und ich hab gelesen. Irgendwann haben sich dann auch die Wolken verzogen und man konnte die Berge besser sehen. Schon beeindruckend hier.
- Ein Pass auf dem Weg
- Auf dem Weg zum Gletschersee
- Gletschersee
- Auf dem Weg zurück
- Auf dem Weg zurück
- Auf dem Weg zurück
- Auf dem Weg zurück
- Die Sicht vom Campingplatz
Tag 151: Samstag
Was für eine Brühe heute Morgen mal wieder. Aber der Wetterbericht macht Hoffnung darauf, dass es am Nachmittag noch besser wird. Also Frühstücken, Rucksack packen und losgeht’s in Richtung Mueller Hut. Eigentlich hätte ich dort ja gerne übernachtet, aber die Hütte ist für den ganzen Monat schon ausgebucht. Die Beschreibung vom Weg habe ich zwar gelesen, aber trotzdem hatte ich nicht mit dem Weg gerechnet, der mich erwartet hat. Für den ersten Teil geht es über 2000 Stufen nach oben. Das ist ganz schön anstrengend. Aussicht gibt es noch überhaupt keine. Ab und zu reicht es gerade mal für 50 Meter. Der nächste Teil geht dann über Geröllfelder. Das finde ich jetzt nicht mehr ganz so anstrengend, dafür ist es technisch herausfordernder. Je höher man kommt, desto deprimierter wird man, da man immer noch keine Sonne sehen kann. Dann auf einmal war da ein kleines Loch in den Wolken und man hat das erste Mal den Himmel sehen können. Das hat dann die nötige Motivation geben den restlichen Weg vollends hochzulaufen. Wenn man den Aufstieg dann geschafft hat, kommt noch ein bisschen Schnee dazu bis man dann zur Hütte kommt. Auch wenn man immer wieder in dichte Wolken gehüllt ist, ist es wunderschön einfach nur auf der Bank vor der Hütte zu sitzen und zu genießen. Nach 5 Minuten kommen dann auch schon wieder die Berge raus. Ich konnte auch ein paar Lawinen beobachten. Hier fühle ich mich in den Bergen doch stark an unsere Berge erinnert. Nur, dass man hier auf der Hütte immer noch kein kühles Bier kaufen kann. Ich bin über eine Stunde auf der Bank gesessen und hab gelesen und genossen. Als dann endlich die Seite vom Abstieg auch aufgeklart ist, hab ich mich auf den Weg nach unten gemacht. Jetzt hat man endlich auch eine schöne Aussicht beim Runtergehen. Nach den Geröllfeldern wollte ich eigentlich nur eine kurze Pause machen. Dann sind aber ein Engländer und eine Deutsche gekommen und wir sind ins Gespräch gekommen. Wir sind dann noch einmal eine Stunde dort gesessen, bis wir gemeinsam den Weg nach unten vollends gelaufen sind.
- Die Aussicht am Morgen
- Die Aussicht am Morgen
- Der Weg über Geröllfelder
- Blauer Himmel
- Das letzte Stück im Schnee
- Mueller Hut
- Aussicht von der Hütte
- Mt. Cook (Denke ich doch)
- Mueller Hut
- Aussicht beim Abstieg
- Aussicht beim Abstieg
- Aussicht beim Abstieg
- Aussicht beim Abstieg
- Aussicht beim Abendessen
