Neuseeland #24 – Hurra, hurra der Philipp ist da!
Die Zeit vom alleine Reise ist vorerst mal vorbei. Seit dem 21. Februar ist Philipp zu mir gestoßen und wir bereisen beide Inseln noch mal zu zweit. In vier Wochen werden wir natürlich nicht alles sehen, aber für die Highlights reicht es allemal. Da mein Auto nicht groß genug ist, um zu zweit darin schlafen, hat Philipp ein Zelt für sich mitgebracht. Vor allem beim Kochen merkt man schon jetzt die Vorteile, wenn man zu zweit unterwegs ist. Ich freue mich riesig darauf, noch mal die ganzen Highlights zu sehen. Vor allem hoffe ich, dass wenn wir den Routeburn Track noch mal machen, die Sonne scheint. Bis jetzt ist das Wetter schon mal ziemlich gut und vielversprechend. Vielleicht kommt jetzt ja wirklich mal der Sommer durch.
Viel Spaß beim Lesen.
Grüße aus Te Anau,
Michael
Tag 152: Sonntag
Heute wäre der Weg zu Mueller Hut sicherlich auch sehr schön gewesen. Schon morgens beim Aufstehen hat die Sonne bei blauem Himmel geschienen. Für heute hatte ich mir überlegt zur Ball Hut zu laufen. Dort soll man, wenn man auf den Grat hochläuft. Beim Parkplatz bin ich erst mal noch zu einem weiteren Gletschersee, bevor ich dann los zur Hütte bin. Die Sonne hat ohne jede Gnade vom Himmel geschienen und es war richtig heiß. Der erste Teil der Strecke geht über eine alte Allradstrecke, die recht langweilig ist. Nach einer Stunde in der knallen Sonne hatte ich dann einfach keine Lust mehr den ganzen Weg zu laufen. Spontan habe ich mich dann entschieden, den kleinen Pfad den ich entdeckt habe, auf den kleinen Grat zu gehen. Ich bin dann direkt über dem Ende vom Gletscher rausgekommen und man hatte eine echt schöne Aussicht. So nah kommt man vermutlich nicht so einfach zu Fuß an den Gletscher. Auch wenn mich Gletscher nicht ganz so beeindrucken, war es trotzdem schön dort auf dem Grat mein Vesper zu Essen. Danach bin ich dann zum Auto und direkt zum nächsten Campingplatz, den ich schon rausgesucht hatte gefahren. Dort dann erst mal wieder eine Dusche genießen. Am Abend hab ich dann noch meinen Newsletter geschrieben und dank kostenlosem Internet einfach mal wieder nur im Internet rumgestöbert.
- Tasman Valley
- Gletschersee
- Die ehemalige Allradstrecke
- Auf dem Grat
- Auf dem Grat
- Blick zurück zum Mt. Cook
Tag 153: Montag
Das Wetter in Neuseeland ist einfach sehr schnell wechselnd. Heute Morgen bin ich mal wieder mit dichtem Nebel und dicken Wolken am Himmel aufgewacht. Aber ich lasse mich von so was ja nicht mehr beeinflussen und bin zu meiner geplanten Wanderung auf den Little Mt. Peel aufgebrochen. Nach der ersten Stunde vom Aufstieg ist dann auch schon die Sonne rausgekommen und die Wolken haben sich verzogen. Weitere zwei Stunden ging es dann, mal mehr und mal weniger steil, auf dem Grat bergauf bis zum Gipfel. Die Aussicht dort oben ist aber allemal ein Lohn für den anstrengend Aufstieg. Die Aussicht ist fast so wie im auf den Bergen im Chiemgau. Auf der einen Seite die Berge und auf der anderen Seite sieht das Land komplett flach aus. Ich habe dort oben dann gevespert und eine Weile in meinem Buch gelesen. Vom Berg runter ging es dann über einen einfacheren Weg. Es war dann auch schon wieder Nachmittag und ich bin zum nächsten Campingplatz gefahren. Für heute mal wieder ein Kostenloser. Gerade einmal zwei andere Autos waren heute Nacht hier. Das ist einfach so eine Ruhe und sehr entspannt.
- Der Aufstieg
- Aussicht von Oben
- Aussicht von Oben
- Gipfelselfie
- Flußlauf auf dem Weg
Tag 154: Dienstag
Zuerst hatte ich mir heute ja eigentlich überlegt noch mal auf einen Berg zu gehen. Aber nachdem schon am Morgen die Sonne vom Himmel gebrutzelt hat, hab ich mich doch für einen Tag zum Entspannen entschieden. Erst mal ein gemütliches Frühstück und mein Buch lesen. Danach bin ich dann schon mittags zum Campingplatz nach Christchurch gefahren. Dort hab ich dann mal im Internet nach einem Schuhmacher gesucht. Meine Wanderschuhe lösen sich an der einen oder anderen Stelle langsam auf und ich hab noch ein paar Wochen in Neuseeland. Ganz in der Nähe habe ich auch einen Schuhmacher gefunden und bin gleich einmal hingelaufen. Die Leute dort waren dann sehr nett. Normalerweise hätte es bis Freitag gedauert, aber da ich ja nicht so lange in Christchurch bleibe bekommen Sie es bis morgen schon fertig. Ein weiteres Problem erfolgreich gelöst. Die Zeit bis ich dann Philipp vom Flughafen abholen musste habe ich dann mit Lesen verbracht. Am Abend ging es dann zum Flughafen. Das Timing war perfekt und gerade als ich zu den Ankunftsterminals durch die Türe bin, ist mir auch schon Philipp entgegengekommen. So haben wir auch gleich schon Parkgebühren gespart. Wir haben dann auf dem Weg noch die nötigsten Einkäufe gemacht und sind dann zum Campingplatz. Dort haben wir dann zuerst noch das Zelt für Philipp aufgebaut. Den ersten Abend haben wir dann gemütlich in der Küche verbracht, bevor es dann nicht allzu spät ins Bett ging.
- Der erste gemeinsame Abend
Tag 155: Mittwoch
Für den ersten Morgen gab es erst mal ein gutes Frühstück mit Rührei, Speck und Toast. Nach dem Frühstück dann eine Dusche und die Wäsche waschen. Meine Schuhe waren auch schon fertig und wir konnten Sie gleich noch abholen, bevor wir ins Stadtzentrum von Christchurch gelaufen sind. Dort war unser erstes Ziel das Museum, in der gerade die Sonderausstellung ‚75 Jahre Air New Zealand‘ untergebracht ist. Das eindeutige Highlight der Ausstellung war das Flugzeug der Zukunft. Dort konnte man mit einer Virtual Reality Brille in ein simuliertes Flugzeug sitzen in dem dann gezeigt wurde, wie sich die Firma ein Flug in der Zukunft vorstellt. Das war wirklich sehr beeindruckend. Der Rest vom Museum war ganz ok aber auch nichts Besonderes. Wir haben dann einen kurzen Snack zum Mittag gegessen und sind zur Cardboard Cathedral. Das ist eine Kirche, die nach dem schweren Erdbeben 2011 eigentlich nur als temporäre Lösung gebaut wurde. Ein Teil der Konstruktion wurde mit Pappe gebaut. Danach sind wir noch zu den leeren Stühlen, ebenfalls einer temporären Installation, gegangen. Dort erinnert jeder leere Stuhl an einen der Todesopfer vom Erdbeben. Jeder Stuhl ist anders und spiegelt etwas von der Person wieder. Das hat uns dann auch schon als Kulturprogramm gereicht und wir sind durch einen schönen Park zurück zum Campingplatz gelaufen. Dort haben wir dann erst mal angefangen unsere Tour für die nächsten vier Wochen etwas zu planen. Man denkt zuerst, dass vier Wochen ja eigentlich Einiges an Zeit sind, richtig viel Zeit ist es aber auch wieder nicht. Es ist gar nicht so leicht, zu entscheiden, was man macht und was nicht. Zum Abendessen ging es dann heute zum Burgerfuel. Ab morgen wird dann selbst gekocht.
- Philipp und Michael als Piloten
- Im Museum
- Schäden vom letzten Erdbeben
- Cardboard Cathedral
- Die leeren Stühle
- Tübinger Flair in Neuseeland
Tag 156: Donnerstag
Heute Morgen gab es dann noch mal ein Luxusfrühstück mit den Resten von gestern. Danach hieß es zusammenpacken und für die nächste Zeit mal einkaufen. Noch schnell volltanken und losging es mit der ersten Fahrt zu zweit zum Mt. Cook. Das ist zwar schon das zweite Mal für mich, aber es ist definitiv schön genug, um noch mal hinzugehen. Für mich gibt es endlich auch mal wieder Abwechslung bei der Musik, da Philipp ein paar CDs mitgebracht hat. Mir ist dann während der Fahrt auch wieder ziemlich bewusst geworden, dass nach der Zeit in Neuseeland voll viele Dinge ganz normal geworden sind und nichts mehr Besonderes. Wo Philipp noch voll begeistert ist, denke ich nur, hab ich schon öfters und schöner gesehen. Die Fahrt hat dann mehr oder weniger auch schon den ganzen Tag eingenommen. Am Campingplatz sind wir dann noch zum Gletschersee gelaufen bevor wir das erste Mal auch selbst zu Abend gekocht haben. Wir saßen dann noch eine Weile draußen und haben den atemberaubenden Sternenhimmel bewundert. Mt. Cook liegt in einem Schutzgebiet für Lichtverschmutzung. Darum sieht man hier noch mal mehr Sterne als sonst in Neuseeland. Und auch das sind immer schon viele.
- Vespern auf dem Weg
- Blick zum Mt. Cook
- Blick zum Mt. Cook
- Blick zum Mt. Cook
Tag 157: Freitag
Mueller Hut die Zweite. Im Gegensatz zum letzten Mal ist schon heute Morgen ein geniales wolkenfreies Wetter. Beste Voraussetzungen für den Aufstieg. Der Weg ist mir heute dann doch um einiges leichter gefallen, da ich schon wusste was mich erwartet und wie weit es noch geht. Der Aufstieg war so ganz ohne Nebel und Wolken auch um einiges schöner. Oben auf der Hütte ist dann auch das Bergpanorama gleich noch mal schöner als beim letzten Mal. Es gibt nur deutlich weniger Schnee. Trotzdem war es aber noch genug um die Idee vom letzten Mal umzusetzen. Eisgekühltes Bier auf der Hütte. Wenn man schon kein Bier kaufen kann, muss man es halt selbst mitnehmen. Das Wetter hat auch noch beim Abstieg und den ganzen Abend gehalten und wir konnten wieder draußen kochen. Nur der Wind der immer stärker wurde, war dann recht schnell nervig.
- Beim Aufstieg
- Auf der Hütte
- Eisgekühltes Bier
- Bergpanorama
- Beim Abstieg
- Beim Abstieg
Tag 158: Samstag
Heute Vormittag waren wir dann im Mt. Cook Visitor Center bei der Ausstellung, die ich mir noch anschauen wollte. War wirklich sehr interessant. Vor allem die Filmvorführung mit einer Dokumentation über den Mt. Cook National Park. Danach sind wir noch zu einem anderen Gletschersee gefahren, bevor wir dann in Richtung Dunedin gefahren sind. Den Campingplatz den ich rausgesucht habe, war ganz schön und hatte eine gute Lage. Leider war das Wetter in Dunedin nicht ganz so gut und es hat ständig geregnet. Zum Abendessen hab ich dann das erste Mal auch einen Backofen von einem Campingplatz genutzt und wir haben uns Pizzabrötchen gemacht. Den Abend haben wir dann in der Lounge verbracht und ich hab meine Bilder sortiert.
- Gletschersee
