Neuseeland #25 – On the Road...
Und schon ist die zweite Woche mit Philipp fast vorbei. Wir haben jetzt einige Kilometer in Neuseeland zurückgelegt und waren einmal fast komplett im Süden und sind jetzt wieder auf dem Weg in den Norden. Bei unserer beschränkten Zeit haben wir uns für eine große Mehrtageswanderung entscheiden. Ich hab den Routeburn Track zwar schon einmal gemacht, aber das bei strömenden Regen. Jetzt also die zweite Chance auf besseres Wetter. Wie das Wetter dann auf dem eigentlichen Routeburn Track wird, erfahrt Ihr aber erst im nächsten Newsletter. Gestartet sind wir zuerst auf dem Caples Track.
Viel Spaß beim Lesen.
Grüße aus Hokitika,
Michael
Tag 159: Sonntag
Von gestern war noch einiges an Speck übrig. Also gab es heute zum Frühstück Speck mit Ei. Lecker, stopft aber gewaltig. Nach dem Frühstück sind wir dann ins Stadtzentrum gefahren, um die Arise Church zu besuchen. Wie immer wurden wir freundlich empfangen und hatten gleich ein paar gute Gespräche mit den Leuten an der Türe. Der Lobpreis war richtig gut heute. Die Predigt war eine Liveübertragung aus Wellington aber auch sehr gut. Nach dem Gottesdienst haben die hier einfach die Straße vor dem Gebäude gesperrt, Tische und Stühle aufgebaut und es gab Burger für 2 $. Hätten wir das gewusst, hätten wir weniger gefrühstückt. Hat sehr lecker ausgesehen. Anstatt zu Essen haben wir dann ein bisschen Dunedin angeschaut. Auf dem Weg sind wir noch in ein richtig schön eingerichtetes Café gegangen. Bevor wir Dunedin dann verlassen haben, sind wir noch zur steilsten Straße der Welt gefahren. Damit haben wir dann auch die sehenswertesten Sachen abgehakt.
Wir sind dann in Richtung Catlins gefahren. Der erste halt auf der Strecke war der Nugget Point. Dort gibt es ein Leuchtturm, eine Robbenkolonie und eine wunderschöne Küste. Der nächste Stopp war dann noch ein kleiner Wasserfall, bevor es dann zum Campingplatz in der Curio Bay ging. Heute wollten wir mal nicht kochen, sondern Fish & Chips essen gehen. Vom Campingplatz aus sind wir dann wieder ein Stück zurückgefahren und haben es gerade noch 5 Minuten bevor die Laden schließt geschafft. Dafür war das Essen umso besser. Zurück am Campingplatz sind wir dann zuerst noch zum Strand. Dort kann man häufig Delfine sehen, nur heute wohl nicht mehr. Dafür hatten wir bei der Pinguinkolonie mehr Glück und haben tatsächlich einen Pinguin gesehen. Als wir dann ins Bett sind, ist mir erst bewusst geworden, wie viel weniger Sterne man hier sieht, wenn man nicht am Mt. Cook ist. Das Dark Light Reserve macht definitiv einen Unterschied.
- Arise Church
- Burger essen auf der Straße
- Bahnhof von Dunedin
- Leckerer Café
- Die steilßte Straße der Welt
- Die steilßte Straße der Welt
- Nugget Point
- Robbe in der Curio Bay
- Sonnenuntergang in der Curio Bay
- Pinguinkolonie
Tag 160: Montag
Nach dem Frühstück ging es direkt runter zum Strand. Dieses Mal haben wir mehr Glück und es wimmelt nur so von Delfinen. Ein weiterer Punkt auf der Liste zum Abhaken. Nach dem Erfolg ging es dann auf die lange Fahrt nach Te Anau. Auf der ganzen Fahrt hatten wir an richtiges Traumwetter. Nach einem Vesper am Mittag durfte ich dann auch mal wieder einfach nur Beifahrer sein. Ist ein sehr ungewohntes Gefühl. Am Campingplatz haben wir uns dann einen gemütlichen Nachmittag gemacht und unseren nächsten Tag im Milford Sound geplant. Für den Bewegungsanteil sind wir dann vor dem Abendessen noch mal zum See in Te Anau gelaufen. Nach dem Essen habe ich dann meinen Newsletter fertiggemacht und versendet. Manchmal brauche ich gefühlt eine halbe Ewigkeit für den Newsletter.
- Blick beim Vespern
- Vespern an der Straße
Tag 161: Dienstag
Die Cruise im Milford Sound haben wir erst für den Nachmittag gebucht. Dafür haben wir einen sehr Entspannten morgen gehabt. Die Pancakes zum Frühstück haben wir gerade noch fertig bekommen, bevor die Küche zum Putzen geschlossen wurde. Mussten wir halt draußen vollends Frühstücken. Bis wir dann losgekommen sind, war es auch schon kurz vor 12. Die Fahrt zum Milford Sound ist immer noch genauso schön wie beim ersten Mal. Jetzt wusste ich auch schon, wo die besten Plätze zum Anhalten sind. Ich bleib bei meiner Meinung. Alleine schon die Fahrt zum Milford Sound ist es wert. Auf dem Parkplatz haben wir dann einfach hinter unserem Auto den Campingtisch aufgebaut und gevespert. Heute hatten wir bei der Cruise nicht nur keinen Regen, sondern auch noch strahlend blauen Himmel. Noch mal schöner als beim letzten Mal. Dafür war es heute sehr stürmisch und wir hätten uns das Geld für den Kommentator auf dem Schiff auch sparen können. Milford Sound ist wirklich ein Ort, den man in Neuseeland besuchen muss. Nach der Cruise ging es dann die zwei Stunden wieder zurück zum Campingplatz. Unser Essen zu zweit ist doch etwas abwechslungsreicher als meine Nudeln jeden Tag. Heute haben wir uns Pizza gemacht.
- Auf dem Weg
- Milford Sound
- Milford Sound
- Milford Sound
- Milford Sound
- Milford Sound
Tag 162: Mittwoch
In Te Anau hat es irgendwie jeden morgen dicken Nebel. Aber bis nach dem Frühstück kam auch schon langsam die Sonne raus. Wir lassen uns ja sowieso nicht von so was runterziehen. Für das sportliche Programm sind wir heute ein wenig auf dem Kepler Track gelaufen. Nachdem ich beim letzten Mal das Ende angeschaut habe, sind wir heute den Anfang gelaufen. Am ersten Zwischenstopp war es noch viel zu früh, um umzudrehen, also mussten wir halt doch noch den Berg hoch und bis über die Baumgrenze für eine schöne Aussicht laufen. Hat sich aber auch für den Ausblick gelohnt. Am Ende waren wir dann halt länger unterwegs wie geplant. Bis zum Abendessen haben wir es dann trotzdem bis zum nächsten Campingplatz geschafft. Mal wieder ein richtig schöner und etwas kleinerer Campingplatz.
- Start vom Kepler Track
- Ausblick auf dem Weg
- Ausblick über der Baumgrenze
- Ausblick über der Baumgrenze
Tag 163: Donnerstag
Heute habe ich es Mal mit Philipp gemeinsam gewagt mehr als nur 15 Minuten in Queenstown zu verbringen. Das Ganze hat erst mal mit einer langen Parkplatzsuche begonnen. Wir sind dann nach zwei vollen Parkplätzen einfach ins teurere Parkhaus gefahren. Dort war dann Platz wie Sand am Meer. Es war dann auch schon wieder Zeit für ein Mittagessen. Wenn man schon mal in Queenstown ist, muss man auch zum Fergburger gehen. Das Erste was man oft über die Stadt hört, ist, dass man dort einen Burger essen muss. Geworben wird mit einer Schlange, die länger als eine Stunde ist. Wir hatten aber Glück und hatten unseren Burger bereits nach kurzer Zeit. Der Burger war tatsächlich sehr gut und es hat sich gelohnt ihn zu probieren. Danach haben wir dann die Tickets für den Routeburn Track abgeholt. Der eigentliche Grund warum wir hier sind. Und wenn wir schon einen Parkplatz haben, sind wir auch noch ein wenig durch Queenstown gelaufen und haben uns den Park am See angeschaut. An der Hafenpromenade gab’s dann noch einen Smoothie und ein sehr leckeres Eis. Nachdem wir dann auch Queenstown von der Liste streichen konnten, sind wir weiter zum Campingplatz in Glenorchy. Es war noch früh am Nachmittag und wir haben uns erst mal eine Weile faul auf die Wiese gelegt. Nicht immer wenn ich nur faul rumliege, kann ich mich auch entspannen. Aber heute war es richtig entspannend und hat sich wie Urlaub angefühlt. Es gibt tatsächlich einen Unterschied zwischen Urlaub und Reisen. Am Abend haben wir uns dann noch ein bisschen den kleinen Ort angeschaut und sind zum See gelaufen. Ein wunderschöner kleiner Ort. Zum Abendessen haben wir heute gegrillt und haben das Fleisch dazu im General Store gekauft. Ein richtig süßer Laden, der so ziemlich alles verkauft, was man brauchen könnte. Das Fleisch war zwar teuer aber richtig lecker. Das erste Mal dass ich es geschafft habe einen kostenlosen BBQ am Campingplatz auch zu nutzen.
- Fergburger
- See in Glenorchy
- General Store
- General Store
Tag 164: Freitag
Den Rucksack haben wir schon gestern gepackt, Checkout ist erst um 11 und der Shuttlebus fährt um 11 Uhr 15. So einen Gemütlichen morgen hatte ich beim Wandern bis jetzt nicht. Ich bin ja bereits den Routeburn Track und den Caples Track gelaufen. Dieses Mal laufen wir das Ganze aber anders herum und starten mit dem Caples Track. Den Shuttlebus zu nehmen war echt bequem und ich wöllte die Strecke auch nicht unbedingt mit dem Auto selbst fahren. Bevor wir dann wirklich losgelaufen sind, haben wir das Vesper gleich noch am Parkplatz gegessen. Der Wetterbericht hat etwas Regen vorausgesagt und wir wollten nicht im Regen auf der Strecke Vespern. Das Wetter war dann aber deutlich besser wie erwartet und es hat auf dem Weg nur kurz ein wenig getröpfelt. Ab und zu kam auch die Sonne raus. In der Hütte angekommen hat es dann kurz richtig geregnet, bevor die Sonne vollends den restlichen Tag geschienen hat und wir den Nachmittag in der Hütte genossen haben. Die Mischung in der Hütte war heute zwei Amerikaner, ein Australier, eine Lettin, ein Franzose und mit uns vier Deutsche. Eine richtig gemütliche kleine Runde. Tanja, die Hut Wardin vom letzten Mal, war auch wieder da. Am Abend hatten wir dann einfach gemütliche Gespräche in der Runde.
- Caples Track
- Caples Track
- Mid Caples Hut
- Mid Caples Hut
Tag 165: Samstag
Ob es wohl an der Hütte liegt? Wie schon beim letzten Mal war es eine richtig ruhige Nacht. Der neue Wetterbericht am Morgen hat dann auch wieder ein wenig mehr Hoffnung für die nächsten Tage gemacht. Heute war es zwar kein perfektes Sonnenscheinwetter, aber es hat auch nicht geregnet. Zwischendurch auf dem Sattel kam dann auch kurz noch die Sonne raus. Der wow Faktor ist beim zweiten Mal zwar nicht mehr so groß, aber der Weg ist trotzdem noch sehr schön zum Laufen. In der Lake Howden Hut war dann am Abend wieder eine bunte Mischung an Leuten da. Leider ist es aber nicht mehr ganz so familiär und gemütlich, wenn man in einer Great Walk Hut ist, die ausgebucht ist. Das sind dann doch einfach zu viele Menschen. Dafür hatten wir heute einen richtig guten und interessanten Hut Talk und man lernt auf den Hütten auch immer wieder ganz spezielle Menschen kennen. Hier haben wir einen, etwas verrücken, Holländer kennengelernt. Anscheinend ist er zu Hause Antiquitätenhändler. Auf jeden Fall kann er auch nicht auf der Hütte aufhören überall ein gutes Geschäft zu sehen.
Ich bin mal gespannt, wie das Wetter morgen wird. Beim letzten Mal hat es auf dem Weg nur geregnet. Das kann ja nur besser werden.
- Caples Track
- Caples Track
- Caples Track
- Caples Track
- Lake Howden Hut
- Lake Howden Hut
